Diesen Sommer hatte ich das Glück Taiwan zum zweiten Mal besuchen zu können. Seit meinem ersten Besuch im Winter 2012 schwärmte ich sehr für den Inselstaat und freute mich immens dieses Mal mehr entdecken und auch meiner Familie Taiwan zeigen zu können. Der Apple Wetterbericht, dem man ja bekanntlich nicht trauen sollte, kündigte für die gesamten zwei Tage Regen an und daher packte ich extra einen Regenponcho ein, allerdings hab ich in der ganzen Zeit nicht einen Tropfen Wasser abbekommen. Im Gegenteil, jeden Tag waren über 30 Grad und 100% Luftfeuchtigkeit angesagt!

Eingang zum Taroko Nationalpark
Willkommen im Paradies!

Reise von Taipei in den Taroko Nationalpark

Von Taipei nahmen wir morgens den Zug nach Xincheng. Die Fahrt dauert ca. 3 Stunden und kostet rund 10 Euro. Vom Bahnhof Xincheng fahren alle 30 Minuten Busse in den Taroko Nationalpark, die Fahrt dauert ca. 20 Minuten bis zum Besucherzentrum. Wenn man vor hat mehrere Wanderwege abzulaufen, empfiehlt sich ein Tagesticket für den Bus zu kaufen. Aber Vorsicht ist geboten, es gibt zwei verschiedene Busanbieter, die einmal pro Stunde fahren.

Xiaozhuilu Pfad
Bananenbaum

Wanderweg Swallow Grotto / Yanzikou Pfad

Viele Taiwan-Besucher besuchen den Taroko Nationalpark nur im Rahmen eines Tagestrips von Taipei, was nicht nur anstrengend und teuer ist, sondern auch extrem schade, denn der Park ist riesig und hat tolle Wanderwege in atemberaubender Natur zu bieten. Unser erste Wanderung auf dem Yanzikou Pfad / Swallow Grotto führt uns an tiefe Schluchten mit türkisem Wasser vorbei.

Swallow Grotto / Yanzikou Pfad
Swallow Grotto / Yanzikou Pfad
Marmorfelsen und Schlaglöcher
Swallow Grotto / Yanzikou Trail

Eternal Spring / Changchun Schrein

Der Eternal Spring Schrein wurde gebaut um der über 200 Toten zu gedenken, die beim Bau des Central Cross-Island Highway gestorben sind. Der Name leitet sich vom Wasserfall ab, der niemals aufhört zu fließen. Malerisch inmitten der Felsen eingebettet, ist der Schrein eins der Highlights im Taroko Nationalpark. Hier wurden wir übrigens Zeugen davon, dass es die Busse im Nationalpark nicht so genau mit der Pünktlichkeit nehmen, denn abends fuhr ein Bus ganze zehn Minuten früher als geplant ab und wir mussten dann eine Stunde auf den nächsten warten. War aber gar nicht so schlimm, denn wir entspannten einfach etwas und ergötzten uns an der tollen Aussicht auf den Changchun Schrein.

Eternal Spring / Changchun Schrein
Eternal Spring / Changchun Schrein
Eternal Spring / Changchun Schrein

Shakadang Pfad

Die Sonne scheint an diesem Tag besonders intensiv. Gut, dass mir meine Mutter einen Regenschirm als Sonnenschutz mit gab. Transformation zur waschechten Asiatin: 100 % complete! In Asien ist braun sein nämlich verpönt, die meisten gehen bei Sonnenschein gar nicht raus und wenn, dann mit Schirm. Blässe ist total in, weil man sich damit von Bauern und anderen Feldarbeitern abhebt. In westlichen Ländern ist es ja genau das Gegenteil. Man will halt immer das, was man nicht hat. Auch beim Shakadang Pfad wandert man zwischen tief hängendem Felsen durch tropische Vegetation und kommt an wunderschönen Gesteinsformationen vorbei. Unbedingt genug Wasser einpacken!

Shakadang Pfad
Marmorfelsen und türkises Wasser (Shakadang Pfad)
Shakadang Pfad

Die beste Unterkunft Taiwans

Wie ich schon erwähnt, ist es besser sich im Park etwas Zeit zu lassen als zu hetzen und ein oder zwei Nächte nahe des Taroko Nationalpark zu verbringen. Ich mietete für zwei Nächte ein Chalet im wunderbaren Hualien Taroko Yu’s B&B (über diesen Link bekommt ihr übrigens 15 Euro nach eurer Buchung zurück). Die Zimmer waren sehr sauber, die Klimaanlage hat einwandfrei funktioniert und die Besitzer sind unglaublich freundlich. Sie haben uns immer, wenn sie Zeit hatten, vom Bahnhof abgeholt und in den Nationalpark gefahren. In ihrem Garten wachsen leckere Früchte, von denen wir abends probieren durften und auch ihren Schnaps boten sie uns an. Das Frühstück war total lecker und hat satt gemacht, sodass man genug Kraft zum Wandern hat. Wer übrigens abends in Xincheng Essen gehen will, empfehle ich einen Besuch im Restaurant 168經濟小吃 (No. 67, Lane 5, Ren’ai Road).

Hualien Taroko Yu’s B&B
Blick auf den Garten von Yu’s B&B

Pazifik und Qingshui Klippe

Am letzten Tag organisierte uns die nette Inhaberin vom Homestay einen Fahrer, der uns für 1000 NTS (ca. 30 Euro) eine zweistündige Tour mit seinem Taxi geben sollte. Er war wirklich sehr bemüht uns die türkisfarbige Pazifikküste von jedem möglichen Winkel aus zu zeigen und brachte uns am Ende zurück zum Xincheng Bahnhof, wo wir auf den Zug nach Jiufen warteten. Es empfiehlt sich übrigens Zugtickets im Voraus zu kaufen, wir mussten ziemlich lang am Bahnhof warten, da alle Züge nach Jiufen bzw. Taipei bereits voll waren.

Qingshui Klippe
tropisches Paradies, nicht nur für Bananen

Kleine Reisewarnung

Ihr werdet nach ein paar Tagen im Taroko Nationalpark wahrscheinlich so tiefenentspannt sein, dass ihr es als schwierig empfinden werdet, wieder zurück in die Zivilisation zu fahren. Plant also am besten Taroko als letzte Station eurer Taiwan Reise ein. Übrigens kostet der Nationalpark natürlich keinen Eintritt, die ganzen Wunder der Natur sind somit ganz umsonst zu besichtigen!

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