Klar, ein Urlaub in die Stadt der Stars und Sternchen hört sich erstmal nach einer teuren Angelegenheit an. Dennoch gibt es wirklich viele Aktivitäten die rein gar nichts kosten. Hier eine kleine Übersicht.

Venice Beach Kanäle
Venice Beach

Spaziergang durch Venice Beach

Ein Spaziergang durch Venice Beach gehört auf jeden Fall zu jedem Los Angeles Besuch dazu. Wir hatten es von unserer Unterkunft zum Glück nicht so weit. Spaziergänger gehören in LA eher zu einer raren Spezies. Gerade deswegen hat man seine Ruhe, wenn man die Kanäle in Venice Beach aufsucht. Mir sind die Kanäle zuerst in der Serie Californication aufgefallen. Der Venice Beach Walkway entstand angelehnt an das italienische Venedig und war in der Beatgeneration von Künstlern bevölkert. Heute können sich nur Steinreiche eine Wohnung dort leisten. Von den Kanälen kann man weiter an die Strandpromenade laufen. Am Muscle Beach trainieren die Fitnessfreaks, Skater zeigen ihre Tricks an der Skaterampe, Leute fahren Fahrrad oder tanzen auf ihren Inline-Skates. In Los Angeles geht es sehr sportlich zu. Schaut euch das coole Binoculars Building von Frank Gehry an. Und wenn ihr noch nicht genug habt, lauft bis zum Vergnügungspier in Santa Monica und fahrt dort ein paar Runden mit der Achterbahn.

Venice Beach Promenade
Venice Beach Skatepark
Binoculars Building von Frank Gehry in Venice

Das spektakuläre Getty Museum

Das Getty Museum ist einer meiner Lieblingsorte in Los Angeles. Die Ausstellungen sind kostenlos, aber der eigentliche Hingucker ist das Gebäude selbst, mit seinen vielen Aussichtspunkten und eigenem Kakteengarten. Man muss lediglich das Parkticket (10$) bezahlen. Auch die Getty Villa in Malibu ist wunderschön und einen Besuch wert.

J. Paul Getty Museum
Getty Center aus Vogelperspektive
Getty Museum

Kakteen und Aussicht auf Downtown Los Angeles

Walt Disney Concert Hall in Downtown LA

Downtown Los Angeles gehört zu den Bezirken, die man nicht wirklich auf dem Schirm hat, wenn man Los Angeles besucht. Dabei gibt es auch hier viel zu sehen. Wie zum Beispiel die imposante Walt Disney Concert Hall, ebenfalls ein Geniestreich Frank Gehrys. Auf dem Gebäude befindet sich auch ein ruhiger Garten. Dort kann man prima im Schatten sitzen und dem Stress der Stadt entfliehen.

Walt Disney Concert Hall von Frank Gehry
Garten auf der Walt Disney Concert Hall

Zeitgenössische Kunst im Broad Museum

Direkt eben der Walt Disney Concert Hall befindet sich das Broad Museum. The Broad ist ein recht neues Museum mit coolen Exterieur. Hier kann man sich ein kostenloses Ticket reservieren. Wer Yayoi Kusamas Infinity Mirror Raum besuchen will, muss sich nochmal am Eingang ein separates Zeitfensterticket holen. Ansonsten gibt es dort Kunst von Jeff Koons, Basquiat, Takashi Murakami und vielen anderen Künstlern zu sehen. Wer nach dem Museumsbesuch Hunger hat, kann zum Grand Central Market laufen. Auf dem Weg kommt man am Angel’s Knoll Park vorbei. Filmfans werden den Park aus dem Film 500 Days of Summer kennen. Und wenn ihr schon in der Gegend seid, schaut doch noch im Last Book Store vorbei. Dort kann man Bücher kaufen und Kunst aus Büchern bestaunen. Und wie der Name schon sagt, ist es anscheinend wirklich einer der einzigen Buchläden in Los Angeles. Zumindest habe ich traurigerweise während meiner zwei Wochen dort keinen anderen gesehen.

The Broad
Fenster des Broad Museum

Weitere Aktivitäten, die nichts kosten

Ihr wolltet schon immer mal zur Aufzeichnung einer Comedyshow gehen? Wir waren zu Gast bei Conan. Die Ellen Show ist bekanntlich heiß begehrt, dort bekommen die Zuschauer anscheinend auch iPads und ähnliches geschenkt.

Los Angelinas und -linos lieben es aktiv zu sein. Die Wanderungen zum Runyon Canyon und Griffith Park sind sehr beliebt. Letzteres lässt sich gut mit einem Besuch im Griffith-Observatorium verbinden. Von dem Planetarium hat man eine tolle Aussicht auf die Stadt und das Hollywood-Zeichen und kann nebenbei noch was über die Sterne lernen. Wer dem Hollywood-Zeichen noch etwas näher kommen möchte, sollte den Lake Hollywood Park aufsuchen. Wir wohnten dort sogar einer Hochzeit bei.

Wer schon in Hollywood ist, kann natürlich mal den Walk of Fame entlang schlendern. Allerdings ist die Gegend nicht wirklich schön, höchstens für Leute, die es mögen am Alexanderplatz abzuhängen. Viel schöner ist es in Little Tokyo. Für einen Moment vergaß ich sogar, dass ich gar nicht in Japan bin, so authentisch war dort alles!

Ein LA Besuch ist natürlich nicht komplett ohne eine kosmetische Verschönerung. Chirurgie würde vielleicht etwas zu weit gehen, Skin Laser ist jetzt der neueste Schrei. Bucht euch hier einen kostenlosen Termin und urteilt selbst. Tut auch gar nicht weh! Ich fand schon, dass meine Haut danach mehr strahlte. Aber lag vielleicht an der kühlen Creme, die ich nach dem Lasern auf die Haut massiert bekam.

Ein paar Stars und Sternchen spotten kostet natürlich auch nichts. Ich habe z.B. im Cafe Squirl in Silver Lake meinen Teenie-Schwarm Josh Hartnett gesehen *KREISCH! Das war das absolute Highlight der Reise.

Ich hoffe ich konnte euch mit meinen Tipps inspirieren. Los Angeles ist zwar groß, aber es gibt ja zum Glück Uber. Und wie ihr anhand der vielen Tipps sehen könnt, kann man auch ohne viel Geld seinen persönlichen Californian Dream verwirklichen.

Kalifornische Gärten

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.